Angedacht

Liebe Brüder und Schwestern,

ich weiß nicht wie es Euch geht, die Sonne scheint, trotz nächtlichen Minustemperaturen explodiert die Natur fast. Die Vögel singen ihr Lied des erwachenden Lebens – alles perfekt. Alles? Nein ganz und gar nicht, ein Virus hält die Welt in Atem.

Schwierig finde ich, dass so ein Virus nur schwer fassbar ist. Man sieht ihn nicht. Die wenigsten von uns kennen bisher, Gott sei Dank, Erkrankte. Und doch ist er da, kann ganz in unserer Nähe sein.

Bei all dem empfinde ich Dankbarkeit, Dankbarkeit dafür, dass unsere heutige Medizin frühzeitig warnen kann. Dankbarkeit, dass Gott uns einen Verstand geschenkt hat und sich uns die Möglichkeit bietet, dem Ganzen etwas entgegen zu setzen – auch wenn das heißt, die Ausbreitung wird verlangsamt. Ich musste an Jesus denken als er in der Wüste dem Versucher begegnet. Im Matthäusevangelium wird beschrieben wie er Jesus immer wieder versucht:

Matthäus 4: 5-7

5 Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel 6 und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. 7 Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Liebe Schwestern und Brüder, Jesus macht es ganz deutlich: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Wir sind gewarnt, und ich bin mir sicher, Gott wollte, dass wir gewarnt sind.

Die Frage ist nun: Folgen wir den vielleicht unangenehmen Maßnahmen, die uns einschränken? Gerade in dieser Zeit des erwachenden Lebens.

Ich denke, es bleibt uns nichts übrig. Wir sind gewarnt und sollten Gott nicht auf die Probe stellen. Gott möchte das es uns gut geht.

Seit dem Sündenfall leben wir nicht mehr im Paradies, sondern einer sehr schönen, aber auch gefallenen Welt, die Gefahren bereithält, oder in der auch wir neue Gefahren schaffen.

Liebe Schwestern und Brüder es ist Zeit, dass wir gemeinsam handeln, die Warnungen ernst nehmen, denn den nächsten zu lieben heißt eben auch, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Und Gott sei dank leben wir in einer Zeit, die es uns ermöglicht miteinander gut Kontakt zu halten, auch wenn wir uns nicht persönlich sehen können.

Unser Team vom Pfarramt ist übrigens telefonisch für Euch alle erreichbar. Meldet Euch, wenn seelische oder praktische Probleme belasten – wir sind da!

Lasst uns gemeinsam diese Zeit bestehen, im Vertrauen auf Gottes große Kraft und Liebe.

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Joh 14:27)

Herzlich grüßt Jörg Peter Walter