Rüstzeit des Kirchenvorstands von St. Matthäus

vom 23. bis 25.Februar 2018

Wie jedes Jahr trafen sich auch heuer die ehrenamtlichen Mitglieder des Kirchenvorstands zusammen mit Pfarrer Dr. Nentel zu einer gemeinsamen „Rüstzeit“, um sich an einem ganzen Wochenende mit einem zuvor schon festgelegten Thema intensiv und ohne Zeitdruck zu beschäftigen.

Wie in den vergangenen Jahren auch hatten wir als Tagungsort die Freizeit- und Tagungsstätte des CVJM in Altenstein bei Coburg gewählt.

Nachdem im Oktober dieses Jahres in allen evangelischen Kirchengemeinden Bayerns die Wahlen der Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher für die kommende Amtsperiode von 2018 bis 2024 stattfinden, bot sich als Thema eine umfassende Reflexion der letzten sechs Jahre unserer Arbeit im Kirchenvorstand (KV) von St. Matthäus an verbunden mit einem Ausblick in die Zukunft.

Das Motto lautete dementsprechend: „Amtszeit 2012 bis 2018, wertschätzender Rückblick und Ausblick“. Zusätzlich wurden noch Beschlüsse gefasst, die die Organisation der Kirchenvorstandswahl 2018 betreffen. Unser Jugenddiakon Jörg Peter Walter, der seit Anfang 2017 in St. Matthäus tätig ist, übernahm die Funktion des Gesprächsleiters und die damit verbundene Strukturierung des Themas.

Der Samstag war ausschließlich der Reflexion unserer Arbeit im Kirchenvorstand gewidmet.

Zunächst stand natürlich ein Rückblick an. Unter den jeweiligen Jahren von 2012 bis 2018 wurde von den Teilnehmern zusammengetragen, „was so alles los war“. Das beinhaltete Baumaßnahmen, Kooperationen, Jubiläen, Gemeindeveranstaltungen, verschiedene Formen von Gottesdiensten, personelle Veränderungen und vieles mehr. Da kam eine ganze Menge zusammen! Auch längere krankheitsbedingte Ausfallzeiten von zwei Hauptamtlichen galt es zu überbrücken.

In einem weiteren Schritt stellten wir uns der Frage, was wir zu Beginn alles geplant hatten und was dann auch umgesetzt wurde.

Beispiele dafür sind die Sanierung der Kirche, des Turmes und des Hofes, die Renovierung der Cafeteria im Gemeindehaus sowie die Erneuerung der Lautsprecheranlage in der Kirche. Die Kooperation mit dem CVJM Nürnberg gehört ebenso dazu wie die Entwicklung eines neuen Layouts unseres Gemeindebriefs oder die neu geschaffene Möglichkeit, beim Abendmahl zwischen Wein und Traubensaft wählen zu können.

Auch die „emotionale Seite“ unserer KV-Tätigkeit wurde thematisiert.

Mit Hilfe der Fragen „Wie habt ihr die KV-Zeit, insbesondere die Zusammenarbeit erlebt?“, „Was habt ihr schätzen gelernt?“ und „Was ist euch zur Herausforderung geworden?“ notierten wir auf ausliegenden Plakaten unsere ganz persönlichen Sichtweisen und Einschätzungen, die jeweils auch von andern Teilnehmern kommentiert werden konnten. Damit kam ein sehr bedeutsamer Aspekt unserer KV-Arbeit zum Ausdruck. Erwähnt werden soll hier insbesondere die gelungene Balance in der Zusammenarbeit der Ehrenamtlichen mit den Hauptamtlichen im Kirchenvorstand.

Nach diesem Rückblick wandten wir uns der Gegenwart zu anhand der Fragen, „Was haben wir erreicht?“ und „Was sind die Früchte unserer Arbeit?“. Neben den bereits erwähnten Bausanierungen sind dies u.a. die Entlastung unseres geschäftsführenden Pfarrers Dr. Nentel durch die Einsetzung von Diakon Walter als Geschäftsführer unserer beiden Kindertagesstätten und die Anstellung von Frau Harris als Posaunenchorleitung. Auch die wiederbelebte Jugendarbeit durch die Besetzung der Jugendleiterstelle mit Daniela Baderschneider und seit 2017 mit Diakon Walter zählt dazu.

Aber auch Fragen, was auf der Strecke geblieben ist, schenkten wir unsere Aufmerksamkeit. Als Beispiele sollen die notwendige Sanierung der Toiletten und der Einbau eines Aufzugs im Gemeindehaus dienen. Auch die Kooperation mit unseren evangelischen Nachbargemeinden kam nicht recht in Gang.

Nach einem längeren gemeinsamen Spaziergang in der noch kalten Wintersonne wandten wir uns der Zukunft der KV-Arbeit zu.

Unter dem Motto „Die Zukunft, ein unentdecktes Land“ sammelten wir in Form eines Brainstormings Ideen dazu. Dabei leitete uns die Frage „Was wollen wir dem neuen Kirchenvorstand mitgeben?“. Zum einen arbeiteten wir heraus, dass der Kirchenvorstand als leitendes Gremium der Gemeinde die gute Zusammenarbeit innerhalb und nach außen fortsetzt, dass er in der Kirchengemeinde präsent ist und dass er ein offenes Ohr für die Anliegen von Mitarbeitenden, der vielen Ehrenamtlichen und der Gemeindeglieder hat. Zum anderen stehen weitere Sanierungsmaßnahmen an, die den neuen Kirchenvorstand mit Sicherheit ebenso stark beschäftigen werden wie der bereits begonnene Prozess „Profil und Konzentration (PuK)“ mit der Stellenplanung 2020 in der Landeskirche Bayern.

Im Anschluss daran sollte jeder Teilnehmer Stellung dazu nehmen, wo er/sie seine „Wurzeln“ in der Gemeinde und in der KV-Arbeit sieht. Dies führte dann auch zur Frage einer erneuten Kandidatur für die anstehende Wahl im Oktober. Dabei stellte sich heraus, dass für die meisten Teilnehmer mit dieser Amtsperiode die „Reise noch nicht zu Ende“ ist, was als Ausdruck der anhaltend hohen Motivation für die Kirchenvorstandsarbeit gelten kann.

Kirchenvorstandswahl 2018

Nach der teilweise anstrengenden, aber auch erkenntnisreichen Arbeit an diesem Tag sollte das gesellige Beisammensein nicht zu kurz kommen. Die im Haus vorhandene Kegelbahn konnten wir am Abend dazu bestens nützen, wobei einige verborgene Talente zum Vorschein kamen!

Schon entdeckt sind Ressourcen, dir wir zur Gestaltung eines Gottesdienstes unter uns haben. Am Sonntagvormittag bereiteten wir gemeinsam einen Gottesdienst vor, der in der würdevollen Kapelle unseres Tagungsortes abgehalten wurde.

Das Thema dieser Rüstzeit wies auch auf die zu Ende gehende Amtsperiode des gegenwärtigen Gremiums hin. Für die restlichen Monate bis zur Wahl gibt es aber noch jede Menge Arbeit, insbesondere auch, die KV-Wahl im Oktober vorzubereiten. Dazu wurde in Altenstein auch die personelle Zusammensetzung des Vertrauensausschusses bestimmt.

Ich hoffe, der kleine Einblick in unsere Kirchenvorstandsarbeit hat das Interesse daran in dem einen oder anderen geweckt.

Für den Kirchenvorstand: Reinhold Hofmann